Stahlbetonfahrbahnplatte aus Fertigteilen mit Ortbetonergaenzung beim Ersatzneubau der Strassenbruecke Horsterdamm
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Abstract
In Lauenburg kreuzt im Zuge der B5 die Strassenbruecke Horsterdamm den Elbe-Luebeck-Kanal und die Eisenbahnstrecke Lueneburg-Luebeck. Die 1939 fertiggestellte genietete Fachwerkbruecke mit Stahlbetonfahrbahnplatte musste wegen starker Schaeden durch einen Neubau ersetzt werden. Vorgestellt wird der Ersatzneubau und dabei insbesondere auf die sich aus den Randbedingungen ergebende Stahlbetonfahrbahnplatte aus Teilfertigteilen mit Ortbetonergaenzung eingegangen. Die neue Bruecke ist eine Stahlverbundbruecke, ausgefuehrt als staehlerne Stabbogenbruecke mit Rundstahlhaengern, mit einer Stuetzweite von 74 Metern. Der staehlerne Ueberbau wurde hinter einem Widerlager vormontiert und ohne Fahrbahnplatte laengs in die endgueltige Lage verschoben. Die Stahlbetonwiderlager ruhen auf einer 2 Meter dicken Pfahlkopfplatte, die auf Grossbohrpfaehlen (Durchmesser 1,5 Meter) mit Einbindelaengen zwischen 24 und 27 Metern tief gegruendet ist. Die horizontale Lastabtragung erfolgt zusaetzlich ueber verpresste Mikropfaehle. Da zahlreiche, nicht verlegbare Leitungen unter der Bruecke verlaufen, war eine Einschalung der Stahlbetonfahrbahnplatte nicht moeglich. Man entschloss sich daher, sie aus Teilfertigteilen (12 Zentimeter dick) mit Ortbetonergaenzung (23 Zentimeter dick) zu erstellen. Die 35 Zentimeter dicke Fahrbahnplatte ist mittels Kopfbolzen schubfest mit der Stahlkonstruktion verbunden. Zum Ausgleich von Toleranzen in der Ebenheit zwischen Fertigteil und Stahlbauteil liegen die Fertigteile auf Elastomerstreifen. Die Bemessung der Verbundplatte aus Teilfertigteil und Ortbeton erfolgte sowohl fuer den Montage- und Transportzustand als auch fuer den Endzustand. Fuer die Bewehrung bemessungsrelevant war der Endzustand. Wegen des nachtraeglichen Aufbringens von Ortbeton unterliegt die Verbundplatte einem zentrischen Zwang aus abfliessender Hydratationswaerme, wobei das untenliegende Fertigteil aufgrund seiner niedrigeren Temperatur beim Betonieren auf die Waermeentwicklung daempfend wirkt. Im Endeffekt stellte man auf der Oberflaeche der Verbundplatte nur wenige Risse fest, deren Rissbreite zudem unter 0,1 Millimeter lag. Durch die Ausfuehrung der Fahrbahnplatte mit Teilfertigteilen konnte die geplante Bauzeit um circa 20 Monate unterschritten werden. ABSTRACT IN ENGLISH: The new road bridge Horsterdamm in the city of Lauenburg crosses the Elbe-Luebeck Canal and a railway line. The old bridge, a riveted truss bridge, built in 1939, showed severe defects and had to be replaced. The new bridge is designed as an arched bridge with a composite concrete slab. A bunch of pipes and wires under the bridge lead to the decision to employ precast elements with a cast in place topping. The paper deals with some special design aspects and experiences during erection. Special attention is given to the advantages of the precast elements with respect to crack development due to hydration heat and constraint. (A)
Source: openalex_inverted_index · Quality: baseline
Research context
OpenAlex topics: Civil and Structural Engineering Research · Structural Engineering and Materials Analysis
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