Textilbeton - Ausgefuehrte Projekte im Ueberblick / Textile concrete - an overview of executed projects
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Abstract
Der Verbundbaustoff Textilbeton wurde massgeblich in Deutschland im Rahmen eines durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) gefoerderten Sonderforschungsbereichs an der TU Dresden und der RWTH Aachen University ueber 12 Jahre erforscht. Dabei lag der Schwerpunkt der Bearbeitung auf der anwendungsorientierten Forschung in Zusammenarbeit mit der Bauwirtschaft, zu der auch erste Pilotbauwerke gehoerten. Es wird ein Ueberblick ueber die mit Textilbeton ausgefuehrten Projekte gegeben. Damit wird auch der aktuelle Stand der praktischen Anwendung und das weite Anwendungsgebiet dieses Baustoffs verdeutlicht. Ein grosses Anwendungsgebiet stellt die Bauwerksverstaerkung mit meist duennen Schichten aus Textilbeton dar. Erstmals wurde diese Methode im Jahr 2006 bei einer Hyparschale in Schweinfurt zur Erhoehung der Tragfaehigkeit angewendet. Im Jahre 2008 folgten die Verstaerkungen eines Tonnendachs und einer Stahlbetonkuppel in Zwickau aus dem Baujahr 1903. Diese historisch wertvollen Bauwerke gehoeren zu den ersten Stahlbetontragwerken in Deutschland. Eine umfangreiche Baumassnahme stellt die Verstaerkung zur Erhoehung der Biegetragfaehigkeit von Deckenplatten des Neubaus eines sechsgeschossigen Geschaeftshauses mit etwa 3.000 Quadratmetern verbauten Textils aus dem Jahr 2009 dar. In den folgenden Jahren folgten: Instandsetzung des Sockelbereichs eines circa 50 Meter langen Durchlasses, Erneuerung einer Schutz- und Ausgleichsschicht auf einer Fuss- und Radwegbruecke in Kempten, Teilbereiche der Geschossdecke einer Produktionshalle, Instandsetzung eines Zuckersilos und einer Kirche. Selbst den hohen Anforderungen an Brueckenbauwerke genuegt der Textilbeton, wie an drei Neubauten mit Textilbeton in Oschatz (Sachsen), Kempten (Bayern) und Albstadt-Lautlingen (Baden-Wuerttemberg) nachgewiesen wurde. Die zur Landesgartenschau errichtete, ohne Verbund vorgespannte Fertigteilbruecke (Segmentbauweise) in Oschatz mit einer Stuetzweite von 8,6 Metern und einem Gewicht von lediglich sechs Tonnen ist dabei die weltweit erste Textilbetonbruecke. Das fuer diese Bruecke entwickelte Tragsystem und das Bauverfahren wurde auch bei einer weiteren Bruecke mit circa 17 Metern Laenge ueber die Rottach in Kempten angewendet. Die derzeit mit 97 Metern laengste Bruecke aus Textilbeton steht in Albstadt-Lautlingen. Sie ueberfuehrt einen Fuss- und Radweg ueber die Bundesstrasse 463. In der Planung ist eine Fuss- und Radwegbruecke aus Textilbeton mit 30 Metern Stuetzweite in der Stadt Naila. Parallel zu konventionellen Fassadensystemen konnten sich schon Vorsatzfassaden aus Textilbeton bei verschiedenen Projekten durchsetzen. Die weitere Entwicklung dieser Fassadenelemente geht zu Sandwichplatten und Elementen aus Sichtbeton. Aus den Erkenntnissen der Grundlagenforschung wurden bereits Konzepte fuer Gebaeude aus Textilbeton entwickelt und an Demonstrationsprojekten realisiert. In der Entwicklung ist eine vierpunktgelagerte Balkonplatte aus Textilbeton fuer vorgestaenderte Balkonanlagen mit einer deutlich gegenueber einer Stahlbetonplatte verringerten Dicke. Die vorgestellten Beispiele verdeutlichen das grosse Anwendungspotenzial von Textilbetonkonstruktionen. ABSTRACT IN ENGLISH: In Germany, a research focus was on the composite material textile reinforced concrete (TRC) in the last 15 years. In 2011 two Collaborative Research Centres (SFBs), SFB 528 at the TU Dresden and the SFB 532 at the RWTH Aachen University, funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) were successfully completed. Within the research projects, pilot buildings have already been developed to demonstrate the high potential of textile reinforced concrete. Particularly in the field of strengthening of existing structures and thin walled new components, thin constructions with a high tensile bearing capacity provide a cost-effective alternative to conventional construction methods. With the aim of applying the material in a wide range of fields, numerous different research projects were realised in collaboration with companies from the construction industry in the last years. For instance small-sized slabs made of textile reinforced concrete are already the state-of-the-art in the field of facade panels. Furthermore, the high effectiveness of textile reinforced concrete could be shown for the strengthening of existing structures, bridge constructions and large-sized components such as balcony floor slabs or bearing shell structures. (A)
Source: openalex_inverted_index · Quality: baseline
Research context
OpenAlex topics: Civil and Structural Engineering Research · Engineering and Materials Science Studies
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