Zur Richtlinie fuer die Nachrechnung von Strassenbruecken im Bestand (Nachrechnungsrichtlinie) / About the provisions for evaluating necessary upgrades of older road bridges
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Abstract
Die stark gestiegene und weiterhin ungebremst zunehmende Lasteinwirkung aus Verkehr auf Bruecken erfordert eine Bewertung der Bestandsbauwerke, die nach den frueher geltenden Regelwerten mit geringeren Einwirkungen berechnet wurden. Dazu dient die fuer die Nachrechnung von Strassenbruecken im Bestand (Nachrechnungsrichtlinie), die vorgestellt wird. Die derzeitigen Regelwerke fuer den Neubau von Bruecken koennen den aktuellen Zustand der Bauwerke nicht hinreichend genau erfassen. Inzwischen liegt die Nachrechnungsrichtlinie als Erstausgabe vor und wurde durch das Bundesministerium fuer Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) zur probeweisen Anwendung eingefuehrt. Abgehandelt werden in dieser Richtlinie alle wesentlichen Bauweisen des Brueckenbaus: Betonbruecken, Stahlbruecken, Verbundbruecken und Gewolbebruecken aus Mauerwerk. Die Nachrechnung selbst erfolgt in einem abgestuften Verfahren, bei dem sukzessive die Bearbeitungsintensitaet zunimmt und komplexer wird. Dabei vorzunehmende Modifizierungen koennen sowohl die Einwirkungen als auch die Widerstandsseite betreffen, wobei jedoch das geforderte Sicherheitsniveau immer eingehalten werden muss. Alle Nachweise sind mit dem Teilsicherheitskonzept - wie auch bei Neubauten - zu fuehren. In der aktuellen Fassung der Richtlinie sind vier Stufen der Nachweisfuehrung vorgesehen. Das reicht von Stufe 1 als einfacher Nachrechnung nach den DIN-Fachberichten bis zur Stufe 4, die wissenschaftliche Methoden zum Nachweis der Tragsicherheit einschliesst. In jedem Einzelfall ist fuer das betroffene Bauwerk ein Ziellastniveau festzulegen, das sich am Grundlastniveau des Lastmodells 1 des DIN-Fachberichts 101 richten soll. Entsprechend den oertlich gegebenen Einflussfaktoren auf das Grundlastmodell kann man dieses mit entsprechenden Faktoren abmindern. Bestehen Zweifel an der Richtigkeit der Werkstoffkennwerte der Bestandsunterlagen, kann eine Bestimmung der Materialkennwerte anhand von Proben aus dem Bauwerk erfolgen. Jede Nachrechnung soll mit einer ingenieurmaessigen Bewertung der Rechenergebnisse abschliessen, die eine Einstufung in festgelegte Nachweisklassen A bis C ermoeglicht. Die Nachweisklasse gibt an, in welcher Stufe die Nachweisfuehrung erfolgte und ob sich Nutzungseinschraenkungen fuer das Bauwerk ergeben. Regelungen zu Sonderfragen (zum Beispiel besondere Verkehrsfuehrungen, Lager, Fahrbahnuebergaenge) sind in der Nachrechnungsrichtlinie nicht abschliessend bearbeitet. Dies soll, zusammen mit anderen noch offenen Fragen, zum Beispiel alternative Nachweismoeglichkeiten, im Rahmen der zweiten Ausgabe, die derzeit erstellt wird, erfolgen. ABSTRACT IN ENGLISH: While analyzing traffic volume on current German autobahns, it became obvious that the planned capacity of most highway bridges has been almost exceeded by daily traffic volume, including increasingly heavy trucks with rising numbers of axles and load size. In fact, to ensure future long-term serviceability of the German autobahn system, there is no way around refurbishing most of these bridges, by combining ordinary maintenance work with strengthening measures, and replacing numerous others as well. A realistic assessment of existing highway bridges that comprises bearing capacity, serviceability, and fatigue resistance in order to evaluate their structual health, is a widely accepted prerequisite for a long-lasting refurbishment strategy. The provisions reported here for evaluating necessery upgrades of older bridges provide an appropriate tool for setting uniform standards in assessing existing highway bridges to ensure comparability of results and the conclusions drawn from them. (A)
Source: openalex_inverted_index · Quality: baseline
Research context
OpenAlex topics: Civil and Structural Engineering Research · Structural Engineering and Materials Analysis
SciVX discovery tags are terminology-based. OpenAlex topics are source-provided classifications.
References
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