100 Jahre Dauerhaftigkeit für Brücken‐ und Tunnelbauwerke
Source abstract
Abstract
Abstract An verschiedenen Verkehrsbauwerken (Tunnelbauwerke und Brücken) wurden nach nur relativ kurzer Nutzung (rd. 20 Jahre) sehr hohe Chloridgehalte in den chloridexponierten Bauteilen (Tunnelwände, Notgehwege, Brückenpfeiler, Widerlager und Brückenkappen) festgestellt. An manchen Bauteilen war die daraus resultierende Bewehrungskorrosion zum Teil schon so weit fortgeschritten, dass ein Austausch/Abbruch der entsprechenden Bauteile vorgenommen werden musste. Um zukünftig dauerhaftere Betonbauwerke planen und erstellen zu können, wurde das sogenannte 3‐Stufen‐Konzept entwickelt, bei dem insgesamt drei Lösungsansätze zur Erhöhung der Dauerhaftigkeit zur Verfügung stehen und den einzelnen Bauteilen in Abhängigkeit von der Beanspruchungsintensität zugewiesen werden können. Zur Herleitung des 3‐Stufen‐Konzepts wurden zunächst verschiedene dauerhaftigkeitsrelevante Schäden an Verkehrsbauwerken analysiert, um die Bereiche zu identifizieren, die durch die normativen Dauerhaftigkeitsanforderungen noch nicht ausreichend geschützt werden. Parallel dazu wurden die dauerhaftigkeitsrelevanten Einflussfaktoren auf der Einwirkungsseite (Streusalzaufkommen, Verkehrsintensität, Entfernung der Chloridquelle vom Bauteil, Bauteilausrichtung) erarbeitet, sodass unter Kenntnis der Schäden und Einwirkungen eine sinnvolle Einteilung der Bauteile vorgenommen werden konnte. In Anlehnung an die Einflussfaktoren der Widerstandsseite (Betondeckung, Materialwiderstände von Beton und Stahl, Oberflächenschutzsystem) wurden dann drei Lösungsstrategien entwickelt, mit denen die Dauerhaftigkeit von chloridexponierten Betonbauteilen verbessert werden kann. Im Wesentlichen ist dies eine Verlangsamung des Chloridtransports durch betontechnologische Maßnahmen, eine Erhöhung des kritischen korrosionsauslösenden Chloridgehalts durch Verwenden von Bewehrungsstahl mit erhöhtem Korrosionswiderstand und das Unterbinden des Chlorideintrags in den Konstruktionsbeton durch Aufbringen einer Tiefenhydrophobierung. Im letzten Schritt konnten den jeweiligen Bauteilkategorien die Maßnahmen zugeordnet werden, die zur Erzielung einer über die Lebensdauer ausreichenden Dauerhaftigkeit notwendig sind.
Source: crossref · Quality: baseline
Research context
OpenAlex topics: Concrete Corrosion and Durability · Civil and Structural Engineering Research · Concrete and Cement Materials Research
SciVX discovery tags are terminology-based. OpenAlex topics are source-provided classifications.
Affiliations
Ingenieurbüro Schießl ⋅ Gehlen ⋅ Sodeikat GmbH Landsberger Str. 370 80687 München
Autobahndirektion Südbayern Seidlstraße 7–11 80335 München
References (19)
Show source-provided references
1. Homepage BASt:http://www.bast.de/DE/Statistik/Bruecken/Brueckenstatistik.pdf(Stand 01.09.2017).
2. Lebensdauermanagementsystem – Teilprojekt A2
3. Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ (Rili‐SIB 2001).Deutscher Ausschuss für Stahlbeton Ausgabe2001.
4. DIN 1076:1999‐11: Ingenieurbauwerke im Zuge von Straßen und Wegen – Überwachung und Prüfung.
5. Mayer T. F.;Schießl‐Pecka A.:Lösungsstrategien zur Chloridbelastung in Straßentunneln. VSVI‐Tagung Garching 25. Januar2017.
6. Schießl P.;Gehlen Ch.;Sodeikat Ch.;Mayer T. F.;Schießl‐Pecka A.:Dauerhafter Konstruktionsbeton für Wasserbauwerke. In:Bergmeister K.;Wörner H.‐D.(Hrsg.):Betonkalender 2008 Vol.97 Bd.1 Berlin:Ernst & Sohn 2008 S.1–88.10.1002/9783433600702.ch1 ↗
7. Probabilistische Nutzungsdauerbemessung von Stahlbetonbauwerken – Zuverlässigkeitsbetrachtungen zur wirksamen Vermeidung von Bewehrungskorrosion
8. Bisschop J.;Schiegg Y.;Hunkeler F.:Modelling the corrosion initiation of reinforced concrete exposed to deicing salts. Forschungsbericht AGB 2011/002 TFB Wildegg 2016(www.tfb.ch).
9. HomepageSCHMOLZ + BICKENBACH AG Swiss Steel AG:http://www.swiss‐steel.com/fileadmin/files/swiss‐steel.com/documents/dokumente/Unternehmensentwicklung/20160921_Allgemeine_bauaufsichtliche_Zulassung_Top12_Draht.pdf
10. HomepageSCHMOLZ + BICKENBACH AG Swiss Steel AGhttp://www.swiss‐steel.com/fileadmin/files/swiss‐steel.com/documents/dokumente/Unternehmensentwicklung/Allgemeine_bauaufsichtliche_Zulassung_Z‐1.4‐272_Februar_2018.pdf
11. Bisschop J. · 2016
12. Schießl‐Pecka A. · 2017 · 172
13. Schießl‐Pecka A. · 2018 · 180
14. HomepageInstitut Feuerverzinken GmbH – Industrieverband Feuerverzinken e.V.:http://www.feuerverzinken.com/anwendungen/bauen/feuerverzinkter‐betonstahl/bauaufsichtliche‐zulassung/.
15. Breit W.;Oechsner M.;Burkert A.:Technologie‐ und Sicherheitszuwachs bei der Anwendung von feuerverzinktem Betonstahl zum Ausbau einer nachhaltigen Marktposition im Stahlbetonbau. Schlussbericht zu IGF‐Vorhaben Nr. 499 ZN/1 TU Kaiserslautern Staatliche Materialprüfungsanstalt Darmstadt Bundesanstalt für Materialforschung und prüfung (BAM) 2017.
16. Schießl‐Pecka A. · 2016 · 505
17. 10.1002/best.20100005810.1002/best.201000058 ↗
18. ZTV ING:2017 Zusätzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien für Ingenieurbauten.
19. 10.1002/best.20180003210.1002/best.201800032 ↗