Entwicklung und erste Anwendung des Brückenklappverfahrens
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Abstract
Abstract In Anlehnung an das bei dem Bau der Argentobelbrücke angewandte Bogenklappverfahren wurde an der TU Wien ein Bauverfahren mit senkrechter Herstellung der Brückenträger entwickelt, um bei geeigneten Projekten Ressourcen, Kosten und Zeit zu sparen. Der Mechanismus zur Rotation der Brückenträger von der senkrechten Startposition in die horizontale Endposition erfordert den Einsatz von Druckstreben. Diese bilden in endgültiger Lage einen integralen Teil des Tragsystems und bewirken eine wesentliche Verkürzung der Spannweiten. Zur Reduktion des Aufwands für die Herstellung der Gelenkskonstruktionen entschied das Projektteam, dass die während des Klappvorgangs bewegten Teile (Brückenträger und Druckstreben) möglichst leicht sein müssen. Deshalb wurden in einem Forschungsprojekt an der TU Wien dünnwandige vorgespannte Fertigteilträger entwickelt. Im Zuge des Baus der Fürstenfelder Schnellstraße im Südosten Österreichs konnte das Brückenklappverfahren für die Brücken über den Lahnbach und die Lafnitz erstmals eingesetzt werden. Die in diesem Beitrag beschriebene Erstanwendung dieses neuen Bauverfahrens bei der Brücke über den Lahnbach konnte dank der guten Zusammenarbeit der Projektbeteiligten erfolgreich abgeschlossen werden. Mit der Erstanwendung konnte auch gezeigt werden, dass die mit dem Brückenklappverfahren errichtete Spannbetonbrücke mit 2,0 m hohen Brückenträgern beträchtliche Einsparungen an Ressourcen und Kosten im Vergleich zur ursprünglich geplanten Stahl‐Beton‐Verbundbrücke mit 4,2 m hohen Brückenträgern ermöglichte.
Source: crossref · Quality: baseline
Research context
OpenAlex topics: Civil and Structural Engineering Research · Structural Engineering and Materials Analysis · Tunneling and Rock Mechanics
SciVX discovery tags are terminology-based. OpenAlex topics are source-provided classifications.
Affiliations
Technische Universität Wien Institut für Tragkonstuktionen, Forschungsbereich Stahlbeton‐ und Massivbau Karlsplatz 13/E 212‐2 1040 Wien
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